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Klimaschutz+
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Die Stiftung: Wie wir wurden was wir sind

Kaum war die Idee ausgesprochen dauerte es nicht lange, bis Menschen mit unterschiedlichstem Hintergrund, von der Schülerin bis zum ehemaligen stellvertretenden UN-Generalsekretär, zusammenfanden, um ihren Teil zur Verwirklichung dieser Idee beizutragen.
Gemeinsame Vision und konkretes Ziel: eine Welt, in der Krieg, Armut, Umweltzerstörung und gedankenloser Ressourcenverbrauch auf Kosten kommendener Generationen nur noch in den Geschichtsbüchern der Menschen zu finden sein werden.

 

Die Idee
Stifterinnen & Stifter
5.012 Stifterinnen & Stifter
388.134€ Zustiftungsmittel
55.000€ Grameen Social
 Business Investment

 
Fördermittel 2018
Bis 30.11. Projekte zur
Förderung vorschlagen
Onlineabstimmung zur
Vergabe der Fördermittel
 
Klimaschutz+ EE-Anlagen
8 Anlagen in Betrieb
 
Stiftungstöpfe
1 allgemeiner Stiftungstopf
35 lokale Bürgerfonds
11 Teamtöpfe
5 Teamtöpfe i.Gr.
 
Projektförderung
 Alle Projekte
 
Klimaschutz+ Ökostrom
Der Ökostrom mit dem +

 


die den Anstoß für die Entwicklung des Klimaschutz+ Konzeptes gab, entstand auf der Rückreise einer Schülergruppe des Heidelberger Schüler-Friedens-Büro, welche im Dezember 2007 zur Teilnahme an der Weltkonferenz der Friedensnobelpreisträger in Rom eingeladen waren.

 

"Jetzt haben wir in den letzten Jahren an zig Konferenzen
teilgenommen, und egal unter welchem Thema diese standen, es wurden immer die drei Themen

Klimawandel,
         UN-Millenniumsziele
                       Abrüstung & Friedensfähigkeit

als unaufschiebbare globale Aufgaben benannt.

Alle drei sind wichtig und man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Wir sollten etwas finden, bei dem wir mit der Arbeit an einem
Thema zugleich die anderen Themen voran bringen können".

Marie, Schülerin des Heidelberger Schüler-Friedens-Büros
Dez. 2007 auf dem Heimweg vom
Nobel-for-Peace Worldsummit 2007

Die Herausforderung

Rasch waren im Austausch mit Peter Kolbe, Mentor des Schüler-Projektes und Mitarbeiter der Klimaschutz- und Energieberatungs-Agentur Heidelberg, die Eckpunkte für das "neue Projekt" bestimmt.

  • Jeder soll mitmachen können
  • Als Stifter gemeinsam in den Ausbau Erneuerbarer Energien investieren
  • im zweiten Schritt Ertrag und Stiftungsmittel zu 100 % zur Förderung von Initiativen bürgerschaftlichen Engagements ausschütten.
  • Jeder, der mitmacht, kann mitbestimmen welche Initiativen gefördert werden.
  • 100% der von Bürgern und Bürgerinnen gestifteten Mittel sollen in dieser Weise eingesetzt werden. Organisations- und Verwaltungsarbeit erfolgt ehrenamtlich oder muss eigenständig finanziert werden.
  • Strukturen, die kleinstmöglichen Aufwand für Verwaltung und Organsiation ermöglichen.
  • vollständige Transparenz und Offenheit. Jeder soll jederzeit sehen können, wieviele Mittel vorhanden sind und wofür diese eingesetzt werden.

Federführender Leitfaden sind dabei die von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus entwickelten Prinzipien eines Grameen Social Business:

  • Das Unternehmensziel ist die Überwindung von Armut oder mehrerer Probleme, die Menschen und Gesellschaft bedrohen.
  • Gewinnmaximierung ist nicht Unternehmensziel.
  • Investoren erhalten nur ihre ursprüngliche Investition zurück - es werden keine Dividenden ausgezahlt.
  • Gewinne werden ausschließlich zur Erfüllung der gemeinnützigen Ziele des Unternehmens eingesetzt.
  • Tue es mit Freude.
Der Weg

Yannik Hake und Jacob Romer vom Schüler-Friedens-Büro und Peter Kolbe übernahmen die Aufgabe als Kernteam alle notwendigen Schritte vorzubereiten, die Voraussetzung für die Realisierung der Projektidee sind. In der weiteren Entwicklung wurde bald klar, dass diese am besten als eigenständiges Projekt realisiert werden kann.
Angesteckt von der Idee des Stiftens mit zweifacher Wirkung gesellten sich schon bald weitere Freunde und Bekannte zum Team dazu, mit dem Angebot, ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen ehrenamtlich in den Dienst des Projektes zu stellen.
Als externe Experten, mit denen das K+ Konzept diskutiert wurde, bestätigten, dass die Kernstücke des erarbeiteten Modells funktionieren:

  1. Beiträge können als Spende steuerlich abgesetzt werden,
  2. für jeden Spendeneuro können mit zusätzlichen Kreditmitteln der KfW-Bank 2 Euro in den Bau von "Ökostromanlagen" investiert werden,
  3. mind. 150 % ggf. bis zu 200 % der Stiftungsmittel können für die Projektförderung zur Verfügung gestellt werden,
waren alle Weichen gestellt, das Projekt an den Start zu bringen.
Im Sommer 2009 waren alle notwendigen Vorbereitungen getan, die Stiftungssatzung und die Bestätigung der Anerkennung der Gemeinnützkeit vom Finanzamt Heidelberg lagen vor und es konnte zur Gründungssitzung der Klimaschutz+ Stiftung e. V. eingeladen werden.

Das erste Klimaschutz+ Bürgerkraftwerk geht ans Netz

Im Juni 2010 war es so weit: In Schollbrunn, einem kleinen Ort im Odenwald, ging das erste Klimaschutz+ Bürgerkraftwerk auf dem Scheunendach von Klimaschutz+ Stiftungsbeirat Hans Hertle ans Netz und begann damit, die ersten Gewinne aus der Stromproduktion zu erzeugen, die vollständig dem Gemeinwohl dienen. Ganz im Sinne Muhammad Yunus haben Mitglieder des Stiftungsvorstands und des Stiftungsbeirats diese erste Investition mit einem zinsfreien Darlehen ermöglicht. Das heißt, alle Erträge verbleiben bei der Stiftung und nur der reine Darlehensbetrag selbst wird an die Darlehensgeber zurückerstattet.
Das Schöne daran: ab sofort beginnt für jeden Euro, der gestiftet wird, der kontinuierliche Rückfluss der Erträge zur Förderung entsprechender Initiativen.