Edingen-Neckarhausener
Gemein(de)wohl – Biodiversitäts-Agri-PV

Bauherr: Klimaschutzplus Energiegenossenschaft eG

Finanzierung: Klimaschutz+ Stiftung e.V. : u. a. mit Mitteln des Edingen-Neckarhausener Klimaschutz- & Transformationsfonds

Gemein(de)wohl & Bürgerbeteiligung

Ziel des Projektes ist es den, für den Ausstieg aus dem Verbrennen fossiler Energien, notwendigen Bau von Erneuerbare-Energie-Projekten mit der langfristigen Förderung des Gemein(de)wohls und einer möglichst breiten, demokratischen Beteiligung aller Bürger.innen zu verbinden.

So geht´s:

  • Bereits mit einem geringen Teilhabebeitrag von 11 €, zugunsten des lokalen Klimaschutz & Transformationsfonds,  können alle Bürger.innen ideelle Anteilseigner der Anlage werden.
  • Die Mittel des Fonds werden im Bau und Betrieb des Projektes angelegt.
  • Jährlich werden die damit erzielten Erträge sowie 5% der angelegten Mittel (ROI) zur Förderung gemeinnütziger lokaler Projekte bereit gestellt ( rund 40.000  bis 60.000 €/a).
  • Alle beteiligten Bürger.innen können entsprechende lokale Projekte vorschlagen und gemeinsam per Onlineabstimmung darüber entscheiden welche Projekte im jeweiligen Jahr gefördert werden.

Klima- & Naturschutz

  • Flächengröße 1 ha
  • 60% für die Förderung von Biodiversität und extensiver Landwirtschaft
  • nur 40% der Fläche (0,4ha) mit PV „überdeckt“
  • 1566 Module mit einer Leistung von 984 kWp
  • Jahresertrag rund 1 Millionen kWh
  • geringer Flächenbedarf. z.B. für die gleiche Strommenge aus Maisanbau ca. 11 ha.
  • verdrängt das Verbrennen von jährlich rund 1.000 Tonnen Braunkohle
  • vermeidet jährlich rund 1 Millionen kg CO2-Emission

Artenschutz & Biodiversität

  • 4 m Abstand zwischen den Modulreihen ermöglicht eine ausreichende Besonnung von mindestens 2,5 m in der Wachstums und Brutperiode Mitte April bis Mitte September
  • dies fördert die Ansiedlung von Bodenbrütern, Reptilien, Insekten und Kleinsäugern
  • Eine horizontaler Spalt von 2 cm zwischen den Modulreihen ermöglicht den Regenabfluss und damit Bewuchs auch unter den Modultischen
  • Null Einsatz chemischer Spritz- und Düngemittel, fördert gesunde Böden und schützt das Grundwasser
  • der störungsarme Lebensraum fördert die Entwicklung einer vielfältigen Vegetation und eines sehr hohen Bestands an Insekten.
  • Zusätzlich werden in Kooperation mit den Aktiven der lokalen Ortsgruppen von BUND und NABU geprüft, welche weiteren Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität auf der Fläche von Nutzen sein können und diese zukünftig soweit als irgend möglich umgesetzt.

Extensive Landwirtschaft

die Schaf-Beweidung stellt aus Sicht des Naturschutzes eine sehr geeignete zusätzliche extensive landwirtschaftliche Nutzung der PV-Anlagen-Fläche dar, denn:

  • Die Schaf-Beweidung ist eine sehr extensive und damit ökologisch wertvolle Art der Bewirtschaftung mit vielen positiven Effekten auf Bodenqualität und Artenviefalt (Biodiversität).
  • Schafe bringen als „lebende Taxis“ viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten von vorher beweideten Flächen auf die PV-Anlagen-Flächen und erhöhen so effektiv die Artenvielfalt.
  • Durch den Tritt der Schafe entstehen Lücken im Boden, wo sich neue Arten ansiedeln können.
  • Auch der Kot der Schafe dient vielen Tierarten, wie z.B. Mistkäfern als direkte, sowie Vögeln und  Fledermäusen – indem er Insekten anlockt – als wichtige indirekte Nahrungsquelle.
  • Die ausserhalb der Umzäunung gelegenen Flächen werden ebenfalls landwirtschaftlich genutzt, indem sie der Heugewinnung und dem Anlegen von artenreichen Blühstreifen dienen. 

Neues vom Feld

Dank für die Gemeinwohl-fördernde Unterstützung an:

• ENGCON GMBH •
• JF & CH GMBH •
• ZWIGL GEOCONSULT •
• AAG ARCHITEKTEN GMBH •
• DIPL. BIO. PHILIPP KREMER •
• VERMESSUNGSBÜRO THOMAS RUDA •
• OBK SÜD GMBH •
• T.WERK GMBH •
• MÖHLER+PARTNER INGENIEURE GMBH •
• M&P IBL UMWELTTECHNIK •
• UNTERSEE SOLAR GMBH •

In Kooperation mit: